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Von Madeiras westlichstem Punkt ( Ponta do Pargo ) bis an den östlichsten Punkt, der vorgelagerten Insel Ilhéu do Farol auf der ein Leuchtturm steht, sind es etwas mehr als 50 km. Eine kleine Insel die aber viel zu bieten hat.

Beeindruckende Felsformationen

Beeindruckende Felsformationen

Vom Parkplatz an der Bucht Baía d’Abra aus verläuft der Wanderweg zuerst auf Holzbohlen um dann zu steinigem Untergrund zu wechseln, der sich bis auf den höchsten Punkt der Tour durchzieht.

Trotz des felsigen Pfads und der ein oder anderen ausgesetzten Stelle kommen einem auf diesem Weg auch immer wieder Personen mit Sandalen oder sogar Flip-Flops entgegen. Nicht alles das man noch Frauen mit High-Heels antrifft.

Die Halbinsel mit den zerklüfteten Anstiegen und grandiosen Buchten, welche man beim Landeanflug auf Madeiras Flughafen in Santa Cruz überfliegt, ist wegen seiner Landschaft ein der beliebtesten Inseltouren auf Madeira.

Deswegen leider oftmals auch überlaufen und die Menschenmassen drängeln sich auf den schmalen Wegen bis an die äußersten Klippen.

Casa do Sardinha

Casa do Sardinha

Erinnert einen ein wenig an das Computerspiel „Lemminge“. Wegen der Nähe zum Flughafen und der gut ausgebauten Straße von Funchal mit seinem Kreuzfahrthafen wohl auch ein übliches Bild.

Jedoch sollte man sich diese Tour nicht entgehen lassen. An- und Abstiege wechseln sich immer wieder ab sodass die Wanderung nie langweilig wird.

Relativ zu Beginn hat man gleich die Möglichkeit in eine Bucht mit steinigem Strand abzusteigen. Wenige Meter nach dem Abzweig bietet ein Aussichtspunkt jedoch die spektakulärere Aussicht auf Madeiras Nordküste.

Leuchtturm auf der Ilhéu do Farol.

Leuchtturm auf der Ilhéu do Farol.

An der schmalsten Stelle, die nur wenige Meter breit ist, fallen die Felsklippen bis zu etwa 100 Meter steil in Meer. Der Weg ist jedoch an beiden Seiten mit einem Zaun gut gesichert. Von da an ist es nur noch ein kurzer Weg bis an die Casa do Sardinha.

Dieses Gebäude, welches von Palmen umgeben ist, erinnert ein wenig an eine kleine Oase in  Mitten der rotbraunen und kargen Landschaft. Bevor man den letzten Anstieg meistert, hat man hier noch die Möglichkeit sich an den zahlreichen Sitzgelegenheiten auszuruhen.

Das letzte Highlight ist dann der 160 Meter hohe Morro do Sardinha dessen Anstieg sehr steinig ist. Aber der Ausblick von oben lohnt sich wirklich. Man erblickt die komplette Halbinsel, den Flughafen und die hohen Berge in Madeiras Zentrum.

Bei gutem Wetter hat man von dort auch einen tollen Fernblick auf die nördlich gelegene Insel Porto Santo sowie den etwas südöstlich gelegenen Desertas Inseln und dem nicht zu übersehenden Leuchtturm auf der Ilhéu do Farol.

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schwarzer Strand von Prainha bei Canical

Auf dem Rückweg kann man noch die bizarren Felstürme bewundern, die links und rechts der Halbinsel immer wieder aus dem Wasser ragen, und dabei den vulkanischen Ursprung Madeiras erkennen lassen.

Hat man das Ende der Tour erreicht und spielt das Wetter mit, sollte man sich einen Besuch am Strand von Prainha bei Canical gönnen. Der schwarze Sandstrand ist eine der besten Adressen zum Baden auf Madeira.

Infos zur Wanderung: Rother Wanderführer

Höhenprofil der Tour:
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Link zum GPS Track: Halbinsel São Lourenço