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Wie der Name schon verrät, verläuft diese Levadatour am Fuß des Pico Ruivo Massiv. Für uns war es eine Ersatztour, da wir eigentlich den Küstensteig vom Canical Tunnel nach Porto da Cruz wandern wollte.

Ribeira da Metade Tal

Ribeira da Metade Tal

Auf Grund des schlechten Wetters mussten wir aber kurzfristig umplanen, da Die Wanderung entlang der Nordküste bei Regen und schlechtem Wetter nicht begangen werden sollte. Zu Gefährlich seien die ausgesetzten Stellen.

Somit war unser Ausgangsziel das Kraftwerk Fajã da Nogueira in der Nähe von Cruzinhas. Zur Anfahrt sei gesagt, dass man die Beschreibung im Reiseführer komplett lesen sollte.

Der Rother Wanderführer – Madeira, die schönsten Levada- und Bergwanderungen beschreibt es so: „Mit dem PKW von Funchal über Poiso ins Tal der Ribeira da Metade. Kurz vor Cruzinhas zweigt ein 4,3 km langer, ziemlich ruppiger ungeteerter Fahrweg zum Kraftwerk ab“

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Stinklorbeerbaum – Montado do Sabugal

Soweit so gut. Wer nicht weiter liest und einfach drauf los fährt ( so wie wir ) landet dann auf dem zwar befestigten Weg, aber normale Fahrzeuge wie z.B. ein Ford C-Max kommen hier definitiv an Ihre Grenzen.

Dazu schreibt der Wanderführer weiter: „Bei vorsichtiger Fahrweise im ersten Gang ist die Piste mit normalem PKW gerade noch so befahrbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, mietet ein Allradfahrzeug oder parkt direkt am Abzweig“

Wir haben unser Bestes gegeben, jedoch nach wenigen hundert Metern auf der „Piste“ beschlossen das Auto abzustellen und den Weg per Pedes zu gehen.

Dadurch wird die relativ kurze Tour von 9,5 km um ganze 8 km länger. Und die Höhenmeter steigen auch um etwa 200 HM auf eine Gesamtzahl von 618 HM. Zu Beginn steigt der Weg bis zum Kraftwerk stetig an. Nach etwa 1 Std. erreicht man dann den offiziellen Ausgangspunkt der Levadawanderung.

Levada do Pico Ruivo

Levada do Pico Ruivo

Aber am Kraftwerk selber ist noch nichts von einer Levada zu sehen. Wirklich ansehnlich ist die Levada, wie sich später rausstellte, auch nicht wirklich. Oftmals läuft man auf dem mit Betonplatten abgedeckten Kanal in dem man nur das Wasser rauschen hört.

In den zahlreichen Tunnel und an einigen Stellen kann man aber die Levada selber sehen. Lohnenswert ist diese Tour trotzdem. Das Metade Tal zieht sich aber sehenswert entlang der hohen Berge.

Tunnel ohne Ende

Tunnel ohne Ende

Nach dem man den größten Teil des Anstiegs zu Beginn der Wanderung erklommen hat, erreicht man an einer kleinen Lichtung einige Stinklorbeerbäume neben denen ein kleiner Rastplatz liegt. Frische und neue Blätter müssen wohl unangenehm riechen. Davon war aber nichts auszumachen.

Außer einigen menschlichen Hinterlassenschaften war hier geruchsmäßig nichts zu erschnuppern.

Etwas weiter oben hat man dann bei gutem Wetter eine schöne Aussicht zurück auf den Pico do Ariero ( 1818 m ), den dritthöchsten Berg Madeiras. Kurz danach folgt man dann der Levada do Pico Ruivo.

Ribeira Seca Klamm

Ribeira Seca Klamm

Insgesamt warten hier ganze 10 Tunnel. Der längste ist etwa 100 Meter lang. Kurz bevor man das Ende im Tal der Ribeira Seca erreicht, kommt man an einem verlassenen alten Haus vorbei. Etwas heruntergekommen, aber mit etwas Geld hergerichtet hätte man ein schönes kleines Häuschen mit traumhafter Kulisse.

Bevor man dann den Rückweg auf demselben Weg antritt, kommt man in eine Klamm die nur wenige Meter breit ist. Zwei Wasserfälle bahnen sich hier Ihren Weg und man kann das Becken auf einer Stahlbrücke überqueren.

Aus dem gegenüberliegenden Pico Ruivo Tunnel ragen verrostet Schienen der alten Loren-Bahn heraus. Der Tunnel ist 2,5 km lang und hier wären wir angekommen, wenn wir 2 Tage zuvor durch den Tunnel weitergelaufen wären.

Man kann auf dem Rückweg noch eine weitere Schleife über die Levada da Serra do Faial dranhängen. Da wir aber schon den erschwerten Anstieg hinter uns hatten, folgten wir genau dem Weg den wir gekommen waren.

Höhenprofil der Tour:
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Link zum GPS Track: Fajã da Nogueira