Blick auf Lahrbach

Wer mit dem Auto schon mal Richtung Tann i.d. Rhön gefahren ist, sieht von Lahrbach aus kommend, linksseitig den imposanten Habelsberg aufragen. Okay, ein Berg sieht für viele definitiv anders aus. Im Vergleich zu den Bergen in den Alpen spricht man hier wohl besser von einem bewaldeten Hügel.

Nichts desto trotz hat er den Namen Habelsberg und erhebt sich ganze 718,5 Meter über Normal Null. Und schön anzuschauen ist er auch noch. So entstand die Idee diesen einfach mal per pedes zu erklimmen.

Wer den Hochrhöner schon mal gewandert ist und die Variante Kuppenrhön gewählt hat ist somit schon mal an den Hängen des Habelsberg entlang gelaufen. Ein Teil der hier beschriebenen Runde führt eben über diesen Abschnitt.

Tann mit Kirchturm und Schloss

Los geht es in Lahrbach, einem Ortsteil der Stadt Tann i.d. Rhön, unweit vom Landhaus Kehl. Zu Beginn quert man die Ulster auf einer Steinbrücke um zum Mollartshof zu gelangen.

Die ersten 5 bis 6 Kilometer geht es zuerst fast ausschließlich über befestigte und asphaltierte Wege. Entlang der Ulster folgt man dem Radweg und kann an vielen Stellen einen Blick auf das schön gelegene Tann mit seinem beeindruckenden Kirchturm erhaschen.

Ungefähr genau auf Höhe des Kirchturms erreicht man einen Platz an dem eine kleine Picknickstelle gelegen ist und diverse Infotafeln auf einige Wanderwege und den Hochrhöner hinweisen.

Habelsberg

Der Weg steigt nun kurz an und nach ca. 300 Metern liegt rechts des Weges eine kleine Steintreppe verborgen. Ziemlich zugewuchert ist der Weg kaum auszumachen und wer sich nicht durch Dickicht schlagen will folgt der Beschilderung am besten weiter gen Günthers.

Herbstfarben

Für uns ging es aber durch das kleine Waldstück hinab und erneut über die Ulster hinüber zum Gasthaus Hasenmühle. Weiter entlang der B 278 gelangt man erst links und dann rechts der Bundestraße in den beschaulichen Ort Günthers mit hinein.

Unweit dieses kleinen Ortes verlief früher der Grenzstreifen zwischen Ost- und Westdeutschland. Ein weiteres mal geht es über die Ulster und vorbei am Hotel zur Ulsterbrücke einem kleinen Landgasthof.

Brückenstraße und Höhneweg bringen einen zum Ortsrand und so langsam kommt man dem Habelsberg näher. Feldwege bestimmen vorerst das Bild bevor es dann für einen Großteil des weiteren Wegs in den Wald geht.

Ohne groß an Höhe zu gewinnen gelangt man oberhalb von Tann allerdings zuerst zu einem weiteren Picknickplatz. Wer will kann sich hier kurz ausruhen oder stärken.

Der Weg wird schmaler

Ab hier geht es dann nun endlich aufwärts zum Habelsberg. 300 Höhenmeter gilt es in etwa 2 Kilometern zu bewältigen. Zuerst ist der Weg noch breit, wird dann aber zu einem kleinen Pfad der zwischen den Bäumen verschwindet.

Ein toller Wegabschnitt der an wenigen Stellen einen Fernblick bietet. Hat man den höchsten Punkt erreicht sollte man einen kurzen Abstecher nach rechts machen. Denn erst wenige Meter weiter oben liegt der höchste Punkt des Habelsbergs umgeben von höhen Bäumen.

Etwas weiter unterhalb erreicht man dann den Habelstein, einer Felsformation die einen spektakulären Tiefblick ermöglicht. Wer nicht schwindelfrei ist sollte hier nicht ganz bis zur vordersten Kannte gehen, denn ein Geländer sucht man hier vergebens.

Am Habelstein

Der Blick schweift über Habel hinweg zum Boxberg an dessen Flanken man wenig später zurück Richtung Lahrbach gelangt.

Ist man den schmalen Pfaden vom Habelstein zum Waldweg zurück gefolgt, gelangt man in einem weiten Bogen vorbei am Seeles Berg um den Ort Habel herum.

Von hier aus führt der Weg größtenteils wieder über Feldwege zurück nach Mollartshof und Lahrbach, wo die abwechslungsreiche Wandertour endet.

Tourinfos:

  • Schwierigkeit: leicht

  • Streckenlänge: 20,9 km

  • Dauer: 5,5 Std

  • Aufstieg: 674 m

  • Abstieg: 681 m

GPS Download:

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