Diese geschichtsträchtige Wanderung beginnt im Stadtteil Bad Sooden, linksseitig der Werra und auf hessischem Grund. Über die Brücke an den Soleteichen gelangt man zum Stadtteil Allendorf und überquert dabei die Werra sowie die B 27 und folgt dann links der Straße Im Kann der Beschilderungen für die Rad- und Wanderwege.

Grenzverlauf

Grenzverlauf

Am Ortsrand steht links ein Gebäude der Wasserwerke wo der Wasserstand der Werra abgelesen werden kann. Der Radweg verläuft rechts weiter, zu Fuß empfiehlt sich aber der Schotterweg entlang dem Fluss.

Nach ungefähr einem Kilometer treffen sich beide Wege wieder und überqueren die Landstraße 3466 nach Wahlhausen. Man folgt dem geteerten Weg aber nur kurz und gelangt dann rechte Hand auf den Kolonnenweg der ehemaligen Innerdeutschen Grenze.

Ein großes Schild erinnert daran, dass Deutschland und Europa hier, bis 1990 getrennt waren. Aber noch nicht genug der Geschichte. Die Betonplatten bringen einen aufwärts zum Grenzmuseum Schifflersgrund.

An dieser Gedenkstätte kann man sich über die Geschichte und die zum Teil tragischen Momente der Deutschen Teilung, und der Nachwehen des 2. Weltkriegs erkundigen.

Grenzmuseum

Grenzmuseum

Wachturm im Grenzmuseum

Wachturm im Grenzmuseum

Breaking Walls

Breaking Walls

Das Grüne Band

Das Grüne Band

Ein Ort der auf mich interessant und erdrückend zugleich wirkt. Es gibt div. Fahrzeuge, Hubschrauber, einen ehemaligen Beobachtungsturm der noch an seinem Original Platz steht, viele Bilder und Modelle, sowie ein Stück original Zaun der als Mahnmal dient.

Diese Zeiten dürfen nie in Vergessenheit geraten, und sich schon gar nicht erst wiederholen. Gut dass es solche Stätten gibt.

Vom Museum aus folgt man dem Kolonnenweg wieder zurück bis nach Wahlhausen. Kurz vor der Straße kann man einem Feldweg folgen, um nicht an der Straße und dem Radweg laufen zu müssen.

Man durchquert den Ort und muss nun etwa 1 Kilometer direkt an der Landstraße 3466 laufen. Diese ist aber nicht ganz so viel befahren und gut einsehbar.

Berghütte zur Teufelskanzel

Berghütte zur Teufelskanzel

An einem Wanderparkplatz verlässt man dann den geteerten Weg und gelangt über den Feldweg aufwärts zur Pfeilietenhütte. Diese thront, schon von weitem sichtbar, oberhalb der Felder und bietet einen tollen Blick zurück ins Tal.

Es geht nun im Wald weiter bergan und kurz nach einem kleinen Fischanzuchtteich verlässt man den befestigten Weg und gelangt über eine Art Hohlweg hoch bis zur Teufelskanzel ( 452 m ).

Unweit der Berghütte „Zur Teufelskanzel“, an der man sich ausruhen und stärken kann, liegt ein großer Felsblock, von dem aus man einen fantastischen Blick ins Tal hat. Der Verlauf der Werra schaut hier aus wie ein überdimensionales Hufeisen.

Burgruine Hanstein

Burgruine Hanstein

Die Sage der Teufelskanzel erzählt wie der Felsbrocken dahin gelangte, wo er heute noch liegt. Der Teufel soll sich mit einigen Hexen gestritten haben, und weil er sich dabei so sehr aufregte, kam er an diesen Ort und trat so fest auf, dass der Abdruck seines Hufeisens zurück blieb.

Die Wanderung geht nun weiter ins Mittelalter. Über den X5 gelangt man zur etwa 2 Kilometer entfernten Burgruine Hanstein. Diese liegt in unmittelbarer Nähe zum thüringischen Ort Bornhagen im Landkreis Eichsfeld.

Burg Hanstein gilt als eine der größten Burgruinen Mitteldeutschlands und wurde wohl im 9. Jahrhundert erbaut.

Historische Mauern

Historische Mauern

Ein sehr beeindruckender Bau von dessen Burgfried man einen tollen Rundum-Blick hat. Platzangst sollte man beim Erklimmen des Turms aber nicht haben. Der Eintritt kostet 3,50 € pro Person.

Nachdem man die Zeiten von Rittern und Burgfräulein hinter sich gelassen hat, geht es abwärts durch den Ort unterhalb. An einer alten Maschinenhalle biegt man links in die weiten Kornfelder ab.

Durch ein weiteres kurzes Waldstück gelangt man dann zurück zum ehemaligen Grenzstreifen oberhalb von Eichenberg. Man überquert die B 80 und folgt dieser etwa 200 Meter durch eine S-Kurve. Danach biegt rechts ein geteerter Feldweg ab, dem man bis zum Bahnhof Neu-Eichenberg folgt.

Zum Ausgangspunkt zurück gelangt man für 5,50 € mit der Cantus Bahn, die selbst am Wochenende fast stündlich fährt.

Höhenprofil der Tour:
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