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„Glück auf der Steiger kommt“ heißt es im bekannten Steigerlied. Dieses Bergarbeiterlied hat zwar ein anderes Thema, passt aber auch ein wenig zu unserem Tagesmotto. Auf auf zum Klettersteig „Höhenglücksteig“ in der Hersbrucker Alb hieß es bei frühsommerlichem Wetter.

Der Aufstieg beginnt in Hirschbach, etwa 30 km östlich von Nürnberg gelegen. Von einem kleinen Parkplatz aus, an dem sich morgens schon einige Wanderer und Kletterer eingefunden hatten, gelangt man über Wiesen- und Waldwege nach ca. 30 bis 40 Minuten zum Einstieg des Höhenglücksteig.

Der Weg führt vorbei an der Mittelbergwand, der weißen Wand und anderen mehr oder weniger kleinen Felswänden, an denen sich schon einige Sportkletterer eingefunden hatten. Eine Landschaftlich sehr schöne Gegend und für Kletterer bestens geeignet.

Heute hieß es aber „klicken am Drahtseil“ und so ging es direkt neben der Via Ferrata Bambini, einem Klettersteig für die „Kleinen“ oder Anfänger, zum Einstieg des etwa 1 km langen Klettersteig mit ca. 300 m Drahtseilpassagen.

Die zum Teil mittelschweren bis sehr schweren Abschnitte mit den schönen Namen wie: Hollederer Bruckl, Wittmann Schikane, Petrus-Brettl oder Anna-Turm verteilen sich auf 3 Abschnitte des Steigs.

Teil 1 ist zu Beginn gleich das längste Teilstück und bietet an den meisten Stellen einen atemberaubenden Fernblick. Die oben genannte Wittmann Schikane ist dort das schwerste Stück bei dem man(n) ordentlich Armkraft benötigt. Die meisten Stellen können aber auch auf Wanderwegen umgangen werden. Wer sich eine bestimmte Stelle also nicht zutraut, geht einfach zur nächsten.

Man sollte sich beim Höhenglücksteig durch seine Lage nicht täuschen lassen, und vor einer Erstbegehung empfiehlt es sich, sich genauer über den Steig zu informieren. Der Klettersteig verläuft zum größten Teil als Querungen am Fels in max. 20 Metern Höhe, jedoch sind manche Abschnitte für Anfänger eher weniger geeignet.

Bei bestem Wetter hatten wir am Gipfelkreuz des Kreuzfelsen ( 592 m ), auch Luginsland genannt, einen perfekten Weitblick bis zur Burg Hohenstein und drüber hinaus. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann zu Teil 2 und 3. Da an diesem verlängerten Wochenende ordentlich Betrieb am Klettersteig war, kam es immer wieder zu kürzeren und längeren Staus vor den Schlüsselstellen.

Bevor man zum schwersten Abschnitt des gesamten Klettersteigs gelangt, gibt es noch eine kleine interessante Stelle bei der sich Jeder durch ein kleines Loch im Boden schlängeln muss. In der Frankenkammer gelangt man einige Höhenmeter nach unten bevor es dann wieder aufwärts zum 3ten und letzten Teil geht.

In diesem Teil befindet sich ein Abschnitt der Hartes Brett genannt wird. Und der Name ist Programm. Wenn man dort frei durchsteigen kann ist die Passage schon anstrengend. Da aber viele Leute am Steig unterwegs waren, kam es auch da immer wieder zu mehr oder weniger unfreiwilligen Stopps die einem die letzten Kräfte entlockten.

Kurz vor dem Ausstieg am Anna-Turm befindet sich noch das Gipfel- bzw. Steigbuch in das man sich eintragen kann. Vom Endpunkt an machten wir uns direkt auf den Abstieg zurück nach Hirschbach.

Alles in Allem eine wirklich sehr schöne Tour. Wieder am Parkplatz angelangt zählte das Garmin sogar ganze 7,5 km und einen Gesamtanstieg von 273 Höhenmeter.

Wer genug Zeit mitbringt sollte den Höhenglücksteig unbedingt mit dem Noristeig und der Via Ferrata Bambini verbinden.

Infos: Höhenglücksteig

Höhenprofil des Höhenglücksteig:

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