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Der zweite Tag auf dem West Highland Way führte uns von Drymen aus durch ein ehemaliges Waldstück, was nach einem scheinbar heftigem Sturm so gut wie nicht mehr existiert. Die ersten Kilometer des Tages würde also normalerweise durch Wald verlaufen. Da Dieser nur noch teilweise vorhanden ist, gibt der Weg schon den Blick frei auf den Loch Lomond. An dessen Ufer wir die nächsten beiden Tage entlang laufen würden.

Man gelangt über die Waldwege leicht bergauf und bewegt sich langsam auf den Conic Hill zu. Dieser „kleine Hügel“ mit seinen 302 Metern ist schon von weitem zu sehen. Mit dem Wald der dort mal gestanden hat, hätte man den Hügel wohl erst kurz vor dem Anstieg entdeckt. So konnte man von weitem schon den Trail der auf den Gipfel führte sehen.

Überleben in der Wildnis Lektion 1: Kieferntriebe als kleiner Snack. Wie Nick wusste kann man kleine und junge Triebe von Kiefern und Tannen als kleinen Snack nutzen. Schmeckt ein wenig säuerlich, aber kommt als Abwechslung mal ganz gut.

Die letzten beiden Kilometer verläuft der Weg über einen Trail in ein kleines Tal hinunter über eine Holzbrücke. Von da an geht es auf etwa 2 km 150 Höhenmeter nach oben. Das hört sich nach nicht viel an, hat es aber schon in Sich. Kurzzeitig hat der Weg etwa 20 % Steigung. Aber wie bei jedem Aufstieg kann man sagen, es lohnt sich sehr. Man sollte auch die letzten 50 Höhenmeter auf sich nehmen um die Aussicht zu genießen. Der WHW läuft etwas unterhalb vom Gipfel vorbei.

Von ganz oben hat man aber einen erstklassigen Blick über das südliche Ende des Loch Lomond. Bei leicht einsetzendem Regen genossen Wir unser erstes Mittagessen mit fantastischem Rundumblick. Unser „Spitzenkoch“ Lukas versorgte uns mit Speck und Bohnen, nachdem er mit Nick und Niko schon vorgestürmt war.

Der Abstieg hat es dann auch in sich. Vor allem bei Regen. Die teils steilen Steinstufen waren ab und an schon rutschig. Man sollte langsam laufen und die Schuhe gut schnüren. Dann ist auch das zu bewältigen. Es geht durch verwunschene Wälder mit abgefahrenen Bäumen bis nach Balmaha bergab.

Ab Balmaha verläuft der Weg dann am Ufer des Loch Lomond entlang und man kann es eigentlich entspannt angehen. Jedoch sind in Wassernähe die Midges ( kleine Stechmücken ) sehr anhängig. Sobald man stoppt kommen Sie von nah und fern. Auch weiter oben sind Sie eigentlich sofort zur Stelle um einen zu belagern. Bei einsetzendem Regen und Wind ist man Sie aber sofort los.

Und die letzten Kilometer waren wir zwar die Midges los, dafür regnete es so sehr, dass wir bis zum Ende der Etappe klatsch nass waren. Der Weg verläuft noch über zwei kleiner Anstiege mit neu angelegten Treppenstufen.

Unser Ziel war an diesem Tag ein altes Jagdschloss in Rowardennan, welches seit einigen Jahren schon als Jugendherberge dient. Das Rowardennan Lodge – Youth Hostel liegt direkt am Loch Lomond in ruhiger Lage.

Höhenprofil Tour 2 WHW – Drymen nach Rowardennan
( Dauer: ca. 7,5 Std. )
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