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Am 2. Mai hatten wir uns mit unserer kleinen Gruppe dazu auf gemacht, den Rötelstein ( Österreich ) bei Filzmoss zu besteigen. Naja, geplant war die Überschreitung um einen Rundkurs zu laufen. Aber Wir waren leider etwas zu früh im Jahr um auf über 2000 m zu steigen. Aber das sollten Wir später noch erfahren.
Unser Tourenguide Janis hatte sich im Vorfeld zu unserem Kurzurlaub einige Routen ausgesucht. Nach kurzer Absprache in der Gruppe, Janis und mir, entschieden Wir uns für den Rötelstein.

Wir fuhren aus Wagrain etwa 30 Minuten in das Tal Richtung Ramsau am Dachstein und starteten von einem Reiterhof etwas oberhalb von Filzmoos gelegen. Von da an ging es eigentlich stetig bergauf und man sah das stolze Massiv immer näher kommen. Nach etwa 1,5 Std wurde das leicht ansteigende Gelände von einer Wanderung zum Bergsteigen.

Nach dem Wir die Baumgrenze überschritten hatten kam die richtige Herausforderung immer näher. Was wir nach dem Abstieg später auf der Wegbeschreibung lesen konnte lautete etwa so: “Die Rötelstein-Überschreitung wird mit erfahrenem Bergführer empfohlen!!!”

Ab jetzt bewegten Wir uns in Alpinem Gelände. Unsere etwas unerfahrenen Gruppenmitglieder Len & Kai sahen den folgenden Teil mit ordentlichem Respekt gegenüber. Allerdings muss auch ich sagen dass es eine Grenzerfahrung war. Zwei Füße nebeneinander und links und rechts davon geht’s Schuss den Abhang runter… Das hat man nicht alle Tage.

Dank Kai dürft Ihr Euch in einem weiteren Beitrag auf ein Video freuen, welches er mit seiner GoPro aufgezeichnet hat.

Nach etwa 3 Std sollten wir: Lisa, Kathi, Len, Janis, Kai, Tim und meine Wenigkeit etwa 15 Minuten vor dem Gipfel an unser Tagesziel kommen. Nach etwa 5 km und 1200 Höhenmetern standen wir vor einem größeren Schneebrett und das auch noch auf abschüssigem Gelände. Janis kämpfte sich durch dieses Schneebrett leider ohne Sicherung aber trotzdem recht sicher zur anderen Seite, um dann etwas weiter oben festzustellen dass bis zum Gipfel nur noch Schnee zu sehen war. Keine Spur von unseren Wegmarkierungen.

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Auf Grund dessen beschlossen wir gemeinsam unseren Plan der Überschreitung zu canceln und auf selbem Weg den wir gekommen waren umzukehren und den etwas riskanteren Abstieg zu wagen. Leider hatten wir dann auch nicht mehr den Wettergott auf unserer Seite. Erst näherte sich eine Regenfront die sich dann als Schneeschauer entpuppte und etwas weiter unten gesellte sich dann noch eine Gewitterfront dazu. Das immer näher kommende Gewitter ließ uns dann doch etwas unentspannt sein und Wir beschlossen dann erst mal einen geschützteren Platz zu suchen und kurz abzuwarten wie sich das Wetter weiter entwickelt.

Nach kurzer Pause entschlossen wir uns den Abstieg weiter fortzuführen. Auf Grund des Geländes und der unterschiedlichen Auffassungen des Gewitters betreffend sprengte es unsere Gruppe in zwei Teile. Kathi, Lisa, Len und ich stiegen schneller ab als Janis, Kai und Tim. Nach dem Wir die Ahorneggalm erreicht hatten und die Gruppe wieder vereint war machten Wir noch kurz Rast um uns zu stärken.

Ab da ging es dann noch etwa 1 Std bis zu unserem Startpunkt bergab. Da das Gewitter aber nicht mehr so nah war, waren alle wieder etwas entspannter und wir erreichten alle gesund und munter unser Auto.

Trotz allen Widrigkeiten war es eine geniale Tour. Und die Aussicht auf die umliegenden Berge waren einfach “awesome” und entschädigten für jede Qual.