Durch den Kiefernwald

Vom kleinen Ort El Chorro, einem Stadtteil der kleinen andalusischen Stadt Álora, in der Provinz Málaga führt die Wanderung vorbei an den zahlreichen Kletterspots der Region hinauf zum Monte Huma ( 1191 m ) in der Sierra de Huma. Sierra de Huma bezeichnet die Bergkette oberhalb von El Chorro im Naturpark „Parque Natural de Ardales“. Hier fühlen sich nicht nur Kletterer wohl, sondern Wanderer finden hier auch zahlreiche Ziele.

Felsen in Sicht

Viele reisen mit dem Zug vom ca. 60 Kilometer entfernten Málaga an um den Caminito del Rey zu begehen. Der Königsweg liegt in der Gaitanes Schlucht oberhalb des Stausees El Conde de Guadalhorce am Fluss Rio Guadalhorce und ist in der Region neben den tausenden Kletterrouten ein weiteres Highlight. Wer diesen „Klettersteig“ begehen will, der sollte sich online auf der offiziellen Webseite für seinen Besuch registrieren. Wer spontan anreist und vor Ort um Einlass bittet wird höchstwahrscheinlich enttäuscht. Es darf immer nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern gleichzeitig auf den neuen Wanderweg und die Besuchstermine sind meist schon über Tage und Wochen ausgebucht. Parkmöglichkeiten für PKW gibt es am Eingang zum Caminito del Rey direkt am Stausee oder etwas weiter oberhalb am Bahnhof von El Chorro. Durch kleine Gassen geht es an den Ortsrand und hinein in den Kiefernwald. Der breite Waldweg schlängelt sich unweit der hoch aufragenden Felswände aufwärts gen Osten.

Kalksteinfelswände

Aufwärts zur Spanischen Treppe

Escalera Árabe

Wer etwas abseits des breiten Weges laufen mag, dem seien die schmalen Pfade dazwischen empfohlen. Aber hier sollte man vorsichtig sein. Diese Trails werden ebenfalls von vielen Mountainbikern genutzt.

Blick in den Parque Natural de Ardales

Mit etwas Glück kann man in diesem Bereich einige Steinböcke ausmachen, welche sich die steilen Felsen mit den Kletterern teilen. Weiter oben im Himmel kreisen Steinadler und Aasgeier und halten Ausschau nach Beute. Nach ca. 4 Kilometern erreicht man einen Abzweig an dem ein Hinweisschild auf die „Escalera Árabe“ hinweist. Diesem Weg folgt man zu eben jener Arabischen Treppe am Fuße der Felswand. Diese Arabische Treppe bietet eine bequeme Abkürzung um auf das Landgut Cortijo de Can Pedrero zu gelangen. Hat man die steilen Wände, an denen die Kletterer aus aller Welt hängen, hinter sich gelassen, steigt der Wanderweg nur noch leicht bis auf eine kleine Anhöhe an.

Finca in weiß

Linkseitig hat man einen tollen Blick auf den Stausee und den steinernen Turm unweit des Hochspeicherbeckens des Wasserkraftwerks. Und wenn sich das Tal dann an einer Steinmauer öffnet, hat man einen tollen Blick auf eine weiße Finca die vor dem Monte Huma liegt. Man folgt hier dem Weg weiter rechts hinauf zum Ackerland des Oliven- und Mandelhains. Der Weg verläuft sich im frisch geackerten Boden und man läuft kurzzeitig querfeldein. Hat man den befestigten Weg der zur Finca führt erreicht, finden sich wieder grün-weiße Wegmarkierungen die einem den Weg weiter aufwärts weisen. Vorbei an garstigen kleinen Büschen die ordentlich piksen und über größere Felsblöcke hinweg geht es zum Felsigen Rand der nun vor einem aufragt. Eine Art Klettersteig bringt einen auf die nächste Anhöhe wo der Weg dann wieder ebener wird. Nun sind es nur noch wenige hundert Meter bis zum Gipfel des Monte Huma. Zwischendurch wird das Gelände nochmal kurz blockiger um dann wieder sanft bis zum Gipfel anzusteigen.

Gaitanes Schlucht

Oliven- und Mandelhain

Stauseen & spansches Hinterland

Von hier oben hat man einen fantastischen Blick auf die großen Stauseen Embalse del Guadalteba, Embalse del Guadalhorce und Embalse del Conde de Guadalhorce, die tiefe Schlucht in der sich der Caminito del Rey befindet, die umliegenden Berge und weit ins spanische Hinterland. In der Ferne sind sogar einige schneebedeckte Gipfel auszumachen.

Auf dem Monte Huma

Der Abstieg erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite und ist zu Beginn etwas steil. Trittsicherheit kann hier nicht schaden. Der schale Pfad befindet sich in Geröllfeldern und der steinige Untergrund rutscht bei jedem Tritt weg. Hat man die bewirtschafteten Flächen erreicht wird der Weg wieder flacher. Da auch hier große Flächen umgepflügt wurden verläuft sich der Pfad im Nichts. Man schlägt sich also einfach rechts weiter durchs Gelände oder nimmt ein GPS Gerät zur Hand, welches einem den Weg weist. Es geht einmal um das Bergmassiv herum um wieder an die sonnigen Hänge im Süden der Sierra de Huma zu gelangen. Über Wirtschaftswege und vorbei an traumhaft gelegenen Fincas und größeren Anwesen geht es zurück zum bewaldeten Abschnitt durch den man auch aufgestiegen ist.

Finca-Ruine

Hier und da finden sich Ruinen alter Anwesen die vermutlich zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wurden. Hat man den Kiefernwald wieder erreicht kann man den Wegmarkierungen zurück nach El Chorro folgen, oder man nimmt einen der vielen Waldwege die ebenfalls abwärts verlaufen. Nach 17,5 Kilometern mit einem Anstieg von 1082 Höhenmetern erreicht man nach etwa 5 bis 6 Stunden wieder den Ausgangspunkt.

Tourinfos:

  • Schwierigkeit: mittel

  • Streckenlänge: 17,8 km

  • Dauer: 6 Std

  • Aufstieg: 1082 m

  • Abstieg: 1079 m

GPS DOWNLOAD:

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