Für viele Kletterer gilt die Speroni ( Quarzo ) als eine der schönsten Routen im Tessin. Aber der Sektor Speroni di Ponte Brolla hat noch mehr zu bieten.

Beeindruckende Säule ( 400 m )

Fährt man von dem kleinen Ort Ponte Brolla aus weiter ins Tal, geht der Blick gleich hinauf zu dieser 400 Meter hohen Wand, welche neben dem Monte Garzo am Taleingang thront.

Parkmöglichkeiten gibt es einige rund um den Ort Ponte Brolla sowie entlang der Maggia. Der Zustieg erfolgt vorbei an einem Teil des Schießstands des Ortes.

Ein kleiner Pfad schlängelt sich über Serpentinen nach oben und nach ca. 25 Minuten erreicht man den Einstieg der insgesamt 5 Routen an dieser beeindruckenden Säule.

Seilschaften in Quarzo und Nika

Passiert man den Strommast kann man linksseitig einem weiteren schmalen Weg folgen und gelangt zum Bereich Placca di Maoph mit weiteren 9 Routen.

Die untersten Seillängen bieten Plattenkletterei in anspruchsvollem Gelände. Die Route Alpha ( 5a ) führt in 4 Seillängen bis zu einem beeindrucken Dach. Von hier aus wird wieder abgeseilt.

Einzige Krux in dieser Route ist der dritte Standplatz, welcher sich hinter einer kleinen Birke versteckt. Es gilt den kleinen Pfeil auf dem Felsen am letzten Bohrhaken zu beachten.

Im linken Wandbereich finden sich die beiden Routen Zombi ( 5 a ) sowie die Speroni – Quarzo ( 5 b ). Diese beiden Routen sind bei gutem Wetter und an Wochenenden sehr überlaufen und wer kann sollte während der Woche in diese Routen einsteigen.

Up and down

Beide verlaufen über 6 Seillängen bis zu einer Art Rastplatz am Ende der Reibungsplatten. Bis hierhin gibt es schon zwei bis drei sehr knifflige Stellen in der Quarzo.

Eine Besonderheit hierbei sind die letzten Meter zum dritten Standplatz. Es gilt eine Art Sidestep hinzulegen. Eine Herausforderung für den Vorsteiger.

Die Seillängen 5 und 6 erfordern ebenfalls den ein oder anderen dynamischen Zug. Wer es einfacher Mag weicht auf die Route Zombie aus.

Vom Standplatz der 6ten Seillänge aus geht es dann in steileres Gelände mit der Schlüsselstelle in der 9ten Seillänge welche sogar mit 6a bewertet ist.

3te Seillänge der Speroni Quarzo

Leider war für meine Seilschaft an diesem Tag nach der Hälfte der Speroni das Maximum erreicht.

Das Abseilen von hier bis nach unten dauert auch nochmal 1,5 bis 2 Stunden, was für uns jedoch die bessere Alternative war, als den Ausstieg erst im Dunklen mit Stirnlampe zu erreichen.

Vom Ausstieg nach 350 Klettermetern aus wird ein Abstieg durch die Schlucht seitlich der Steinhütte empfohlen.

Glückwunsch an Michael & Felix für den Durchstieg in 8 Stunden. Für die ersten Mehrseillängen im Leben sicherlich eine herausragende Leistung!

Für mich bleibt die Route ein Projekt, welches vielleicht schon im kommenden Jahr zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden könnte.

Gekletterte Routen: Alpha 5a – 4 Sl, Speroni Quarzo 5b –  11 ( 6 ) Sl