Tegelberg von Osterreinen aus gesehen

Da die Klettersteige am Tegelbergmassiv witterungsbedingt leider noch gesperrt waren, musste eine Alternative her. beziehungsweise stellte sich dies erst beim Zustieg zum Tegelbergsteig heraus.

Der 1720 Meter hohe Tegelberg mit seinem höchsten Punkt dem Branderschrofen ( 1881 m ) liegt im Allgäuer Alpenvorland bei Schwangau unweit von Füssen im Landkreis Ostallgäu ( Bayern ).

Über die A7 Abfahrt Füssen erreicht man schnell die an der Grenze zu Österreich liegende Stadt an der Via Claudia Augusta am Forggensee.

Als Ausgangspunkt für Bergsport in dieser Region kann ich den Campingplatz Magdalena am Haus Sonnenlage in Osterreinen bei Rieden am Forggensee empfehlen.

Aufsteig über die Skipiste

Ein sehr gepflegter kleiner Campingplatz in direkter See-Lage mit Blick über den See bis hin zu den Bergen und den Königsschlössern Hohenschwangau und Schloss Neuschwanstein.

An der östlichen Seite des Forggensees befindet sich die Tegelbergbahn-Talstation ca. 1,5 Kilometer von Schwangau entfernt.

Hier kann man kostenpflichtig parken, wenn denn die Parkscheinautomaten die Münzen annehmen. Scheinbar etwas zickig die Dinger!

Wem der Aufstieg zu anstrengend ist, der kann genüsslich mit der Bergbahn für 13 € nach oben fahren. 20,20 € für Berg- und Talfahrt.

Finger, Täfeleshang & die Felszapfen

Hier startet die Tour auf asphaltiertem Weg vorbei an der Sommerrodelbahn und entlang eines Bergbachs, welcher über unzählige Steinstufen gen See fließt.

Schnell erreicht man den Wald und der Weg wechselt von Teer zu Schotter. Links zweigt hier der Schutzengelweg ab, welcher sich bergab empfiehlt.

Da zu diesem Zeitpunkt aber noch die Begehung des Tegelbergsteigs geplant war, folgte ich dem steileren Weg rechts der Skipiste entlang.

Ein kleiner Pfad führt dann kurze Zeit später rechts weg zum Einstieg der Klettersteige. Hier stand dann das Hinweisschild das der Weg bis zum Einstieg sowie der Steig aktuell noch gesperrt sind.

Blick zur Tegelbergbahn-Talstation

Branderschrofen 1881 m

Blick vom Gipfelkreuz zum Tegelberghaus

Blick zum Säuling ( 2047 m )

Vorbei an der Hornburg ( 1172 m ) geht es dann über die Skipiste weiter steil bergauf bis zu einem kleinen Rücken an dem links die Rohrkopfhütte kurz unterhalb des 1359 Meter hohen Rohrkopfgipfel liegt.

Enzian am Wegrand

Weiter aufwärts geht es dann erneut über die steile Piste oder wahlweise den Wanderweg links davon.

Wer einen Blick nach rechts wagt erblickt den Finger, Täfeleshang und die Felszapfen mit Felsenfenster hinter der sich die Gelbe Wand versteckt. In diesem Teil des Berges führen die 3 Klettersteige gen Bergstation.

Zahlreiche Blumen säumen den Weg und die hier noch vorhandenen Bäume werden zu dieser Jahreszeit immer grüner.

Kurze Zeit später erreicht man einen Kessel unterhalb des Tegelberg und des Branderschrofen. Das Gipfelkreuz ist von hieraus deutlich auszumachen.

Rohrkopfhütte

Über einige Schneereste hinweg folgt man dann dem Weg linksseitig hinauf zum Tegelberghaus und der etwas oberhalb liegenden Tegelbergbahn-Bergstation.

Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick über das Alpenvorland, den Forggensee, Alpsee, Schwansee, den Säuling sowie die vielen anderen Gipfel des Ammergebirges.

Auf königlichen Pfaden folgt man dann dem Panoramaweg, welcher von der Königsfamilie wohl gerne begangen wurde, weiter bergauf zum Gipfelkreuz auf dem Branderschrofen.

Einige installierte Ferngläser bieten die Möglichkeit bis weit in die Allgäuer- und Tiroler Berge zu blicken.

Gipfelfoto

Die letzten Meter bis zum Gipfel sind dann teilweise sehr ausgesetzt und Trittsicherheit kann hier nicht schaden. Hilfestellung kann ebenfalls ein angebrachtes Stahlseil geben.

Wenn man die Strapazen des Aufstiegs auf sich genommen hat wird man hier angemessen entlohnt.

Nach einem Gipfelfoto und kurzer Rast geht es dann zum Abstieg auf selbem Weg bis zur Rohrkopfhütte welche zum Rast in der urigen Berghütte oder auf deren Terrasse einlädt.

Der Blick schweift abwärts zum Schloss Neuschwanstein, welches sich langsam wieder ins Bild drängt.

Weiter abwärts geht es dann auf dem Schutzengelweg, der sich serpentinenartig durch den Wald schlängelt, ehe man dann kurz vor der Talstation wieder den geteerten Weg erreicht.

Nach 12,6 Kilometer und 1078 Höhenmeter erreicht man wieder den Ausgangspunkt.

 

Bergpanorama

Höhenprofil der Tour:
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