Ein lang gehegter Wunsch, einmal zu Fuß zur Enzianhütte und zurück, wurde endlich in die Tat umgesetzt. Diese urige Schutzhütte der DAV Sektion Fulda liegt auf 760 Metern am Nordhang des Weiherbergs unweit der Wasserkuppe.

Von Fulda sind es ca. 20 Kilometer Luftlinie zur Enzianhütte, welche von 1953 – 1956 in der Rhön errichtet wurde. Sie wird aktuell von Familie Koch bewirtet. 100 Leute finden in der Gastwirtschaft Platz und auf der Terrasse können bei bestem Wetter 200 Personen verköstigt werden.  

Früher wurde die Enzianhütte, welche in Eigenleistung erbaute wurde, eher von Sektionsmitgliedern genutzt. Heutzutage ist Sie ein beliebtes Ausflugsziel und bietet für insgesamt 58 Wanderern Übernachtungsmöglichkeiten in Mehrbettzimmern oder Bettenlagern.

Ein Muss für jedes Sektionsmitglied und Wanderer aus Nah und Fern.

Frühlingserwachen am Stellberg


Tag 1:

Wartturm am Rauschenberg

Vom Stadtzentrum Fulda gelangt man vorbei am Landratsamt und dem Kleingartenverein „Zur Birkenallee“ relativ schnell an den Stadtrand und somit ins Grüne.

Um für die kommenden Touren im Sommer noch etwas an Höhenmetern zu sammeln, geht es vorbei am DAV Kletterzentrum Fulda gen Naherholungsgebiet Rauschenberg und seinem Wartturm auf dem 471 Meter hohen Berg.

Etwas über 100 Höhenmeter gilt es zu Beginn der Tour zu bewältigen. Und wenn man am kleinen Haus des Rhönsportclubs angekommen ist, ist man auf Betriebstemperatur für die kommenden Kilometer.

Raps in voller Blüte

Bei bestem Wetter hat man von hieraus auch einen perfekten Blick bis weit in die Rhön und Ihre markanten Gipfel wie Milseburg, Wasserkuppe oder Pferdskopf.

Am Ortsrand von Petersberg geht es nun durch das Wohngebiet um an der L 3174 Richtung Margretenhaun unter der A 7 hindurch zu gelangen.

Unmittelbar danach, geht es rechts weiter an einem kleinen Hundesportplatz über Feldwege zum wenige Einwohner zähöenden Ort Rex.

Pfad an der „Saubrücke“

Hier kreuzt man die L 3429 und folgt dem bergaufführenden Feldweg zu einem Wasserbassin am Waldrand. Überwiegend finden sich auf diesem Weg auch Wegweiser des sogenannten Milseburgweg.

Durch ein Waldgebiet gelangt man zum Wanderparkplatz „Saubrücke“ an der L 3258 zwischen Amenhof und Langenbieber gelegen.

Ohne Moos nix los

Ab hier geht es das erste Mal auf schmalen Pfaden über Stock und Stein weiter durch den Wald. Ein besonders schöner Abschnitt der konstant bergauf führt.

Kurz vor Wolferts verlässt man wieder den Wald und der Weg wird allmählich steiler. Es geht bergan zum 728 Meter hohen Stellberg.

Vorbei an einem privaten Anwesen geht es zurück in den Wald. Ab hier wird der Weg über den Stellberg wieder zu einem Pfad.

Hat man den Anstieg gemeistert kann man sich oberhalb eines kleinen Felsenmeeres auf einer Bank erholen und den Ausblick zurück nach Fulda genießen. Die Trails hier sind egal zu welcher Jahreszeit immer wieder ein Traum.

Auf auf zum Stellberg

Frühlingssonne

Wegweiser „Bank“

Abstieg vom Stellberg

Nach einem kurzen Abstieg gelangt man dann über befestige Wege zur Maulkuppe und dem Fuldaer Haus, wo man sich bei Speisen & Getränken stärken kann.

Fuldaer Haus

Das Schwierigste liegt nun eigentlich hinter einem. Auf der Kunstmeile, an der es zahlreiche Kunstwerke aus Holz zu bewundern gibt, gelangt man zum Grabenhöfchen und kann schon kurz vorher den ersten Blick zum Tagesziel erhaschen.

Perfekt liegt sie da die Enzianhütte und man kann schon viele Besucher auf der Terrasse ausmachen.

Enzianhütte am Weiherberg

Einen letzten kleinen Anstieg für diesen Tag gilt es noch zu bewältigen. Und zwar geht es auf den 785 Meter hohen Weiherberg, von dem man einen tollen Blick zum Berg der Flieger und den Bergen der bayrischen Rhön hat.

Wenige hundert Meter weiter unten, liegt in nördlicher Richtung die Enzianhütte.

Bei kühlem Bier und köstlichen Mahlzeiten kann man dann den Tag ausklingen lassen und wenn das Wetter passt, einen tollen Sonnenuntergang auf der Terrasse genießen. 

25,7 Kilometer und 883 Höhenmeter sind die Eckdaten der ersten Etappe.


Tag 2:

Nach einer mehr oder weniger geruhsamen Nacht und einem ordentlichen Frühstück ging es dann in den Morgenstunden wieder gen Fulda.

Felsformation am Teufelsstein

Direkt neben der Terrasse, welche am Morgen noch in Nebel gehüllt war, führt ein relativ breiter Weg erst über Stufen und dann als Pfad weiter zum Wanderparkplatz am Grabenhöfchen hinab.

Nach wenigen hundert Metern auf der Kunstmeile hält man sich dann links und folgt der Beschilderung Richtung Teufelsstein.

Dieser 729 Meter hohe Berg und seine Felsformation sind als Naturdenkmal gekennzeichnet und die paar Meter aufwärts lohnen sich wirklich.

Blick vom Teufelsstein

Der ca. 200 Meter lange Gipfelbereich besteht aus vulkanischem Gestein und kann einmal komplett umwandert werden.

Hat man den Teufelsstein hinter sich gelassen geht es vorbei an zahlreichen Höfen abwärts Richtung Friesenhausen. Von den Weiden aus kann man hier und da einen Blick auf die Steinwand werfen, welche im morgendlichen Sonnenlicht zwischen den Bäumen hervorschaut.

Farn-Rolle

Vorbei am Alschberg ( 498 m ), kurz hinter Friesenhausen, führt der Weg immer wieder im Wechsel von Forst- und Feldwegen in grober Richtung auf Dipperz zu.

Dann folgt man für etwa einem halben Kilometer einer befestigten Straße die den Namen Kohlgrunder Ring trägt und an der erneut einige Höfe zu finden sind.

Rechtsseitig lässt man ein Umspannwerk liegen und folgt kurz der K 53 um dann kurz vor Dirlos über interessante kleine Pfade den Ort fast zu umrunden.

Fulda in Sicht

Am Karolinenhof, einer großen und gepflegten Reitanlage betritt man wieder befestigte Wege. Weiter geht es über Feldwege zum Ortsrand von Künzell an der Turmstraße.

Man folgt an einer Kreuzung links der Bonifatiusstraße und gelangt dann aufwärts zum Florenberg, den man schon von weitem durch seine Kirche on Top sieht.  

Erneut gelangt man über Feldwegen zum Geisküppel um darauf folgend durch Wohngebiete am Rand von Fulda in die Fuldaauen zu gelangen.

Vorbei am Auweiher geht es dann gemächlich durch die Auen zur Wiesenmühle wo man sich bei leckerem Radler und Pizza wieder stärken kann.

Waldpfad bei Dirlos

Geisküppel & Florenberg

Die letzten Kilometer der Tour, vorbei am Fuldaer Dom und durch den Schlosspark, geht es dann nochmal leicht bergauf.

Am Ende der zweiten Etappe zählt das Garmin 29,4 Kilometer und 364 Höhenmeter.

 

Höhenprofil Etappe 1:
Höhenprofil Etappe 2:

 

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