Mit „Weitblick“ war es am 1. Januar 2017 in Ulrichstein leider nix. Aber was kann es schöneres geben, als bei mehr oder weniger blauem Himmel und kalter klarer Luft ins neue Jahr zu starten und dabei schon gleich die ersten Kilometer für das neue Jahr zu sammeln?!

Ulrichstein & Schlossberg

Beste Bedingungen also für eine kleine Wanderung die viel zu bieten hat. Nur die Fernsicht war, wegen den tiefhängenden Nebelfeldern, nicht wirklich möglich. Aber tolle Aussichten gab es trotzdem.

Die „Extratour Vogelsberg – Weitblicktour Ulrichstein“ startet am Parkplatz vor dem Rathaus. Über die Lindenparkstraße gelangt man an den Stadtrand von Hessens höchstgelegener Stadt.

Der Weg führt weiter abwärts zum Gilgbach. Der von Süden aufziehende Nebel kämpft zu den Nachmittagstunden mit der Sonne um die Wette, was für tolle Stimmung und sehr beeindruckende Bilder sorgte.

Man folgt der gut beschilderten Tour ( Vulkan Schild ) auf Feldwegen über die L 3073 hinweg bis zum Wasserbassin und einem Funkturm. Durch ein kleines Waldstück geht es zurück an den Stadtrand am Erlenweg.

Im Gilgbachtal

Über Feld- und Forstwege geht es dann in weitem Bogen gen Norden um nach etwa 5,5 Kilometern die L 3162 zu überqueren. Die Wege sowie An- und Abstiege sind so wechselhaft wie die Natur drum rum.

Breite Wald- oder Feldwege wechseln mit schmalen Pfaden die mal bergauf und mal bergab führen. Eine sehr abwechslungsreiche Wanderung die bestimmt auch im Sommer viel zu bieten hat.

In einem weiteren Bogen gelangt man um den Hügel von Eckmannshain ( 622 m ) herum. Erst geht es durch ein kleines Waldstück um dann am Waldrand links steil bergauf abzubiegen. Hier blässt der kalte Wind einem direkt entgegen und man spürt den Windchillfaktor deutlich im Gesicht.

Die etwa 5 Grad minus fühlen sich deutlich kühler an. Schätzungsweise 10 – 15 Grad minus bei einer ordentlich steifen Brise.

Wer gewinnt? Sonne oder Nebel

Vorbei an den „Dicken Steinen„, einer Basaltsteinformation über die man sich vor Ort an einer Schautafel vom Geopark Vogelsberg weiter informieren kann, geht es in der Nähe des Zeltlagers Eckmannshain zurück Richtung Ulrichstein.

Über die L 3073 und vorbei an der Kläranlage gelangt man über den Altebergsweg zu einem Highlight der Tour. Eine noch als Ruine erhaltenen Burganlage aus dem 12. Jahrhundert thront über der Stadt, deren Namen dort seinen Ursprung hat.

Die Überreste der alten Mauern und der Burganlage lassen erahnen, wie groß die Burg auf dem Schlossberg mal war. Bei gutem Wetter hat man von hier bestimmt einen herrlichen Ausblick.

Die Straße Schnappenhain führt vom Schlossberg runter zum Ausgangspunkt der ca. 12 Kilometer langen Wanderung. Mich hat diese kleine Tour positiv überrascht und ich komme mit Sicherheit wieder.


Höhenprofil der Tour:
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