Als Besucher der Biathlon WM 2020 in Antholz bekommt man einen Tagesskipass an einem Tag seiner Wahl im Skigebiet Drei Zinnen. Und man wäre schön blöd wenn man diesen nicht ausnutzt.

Ziel an diesem Tag war also der Monte Elmo, was auf Deutsch Helm bedeutet. Warum dieser Berg so heißt, weiß man wenn man Ihn erblickt. Dieser kuppenartige Berg ist 2433 Meter hoch und gehört zu den Bergen des karnischen Hauptkamms unweit von Sexten in den Dolomiten.

Im Winter ist der Monte Elmo ein beliebter Anlaufpunkt für Skifahrer und Snowboarder aus aller Welt und gehört mit seinen zahlreichen Pisten zum Skigebiet Drei Zinnen.

Zu Beginn des Tages versuchte ich mich als Erstes auf den Brettern die für manche die Welt bedeuten, bzw. auf nur einem Brett. Da mein Bruder mit mir auf den Langlaufskiern unterwegs war, habe ich mich davon überzeugen lassen, mal Snowboarden auszuprobieren.

Und für das erste Mal habe ich mich gar nicht sooo schlecht angestellt. Allerdings ist ja bekanntlich aller Anfang schwer. Nach dem ich einige Pisten, mehr oder weniger elegant den Hang runter gerutscht bin und mich dabei doch das ein oder andere Mal heftig auf den Allerwertesten gesetzt habe, entschied ich mich dazu die Boots und das Board gegen die Wanderschuhe zu tauschen und bei traumhaften Wetterverhältnissen den Gipfel des Helm in Angriff zu nehmen.

Von Obervierschach aus gelangt man mit der Seilbahn bis an die Bergstation unweit des Helmrestaurants auf etwa 2040 Metern Höhe. Und das Panorama ist hier schon sehr beeindruckend. Über Sexten hinweg blickt man auf eines der wohl beeindruckensten Bergpanoramen der Welt, die Dolomiten.

Vorbei an der Sextner-Bergbahn geht es auf einem breiten Weg in südöstlicher Richtung hinauf zur Hahnspielhütte ( Rifugio Gallo Cedrone ), wobei man einmal die Skipiste queren muss und auf die Skifahrer aufpassen sollte.

Hat man die Hahnspielhütte hinter sich gelassen, geht es bei ordentlichen Schneeverhältnissen entlang des Wanderwegs hinüber Richtung Grat, auf dem der Weg hinauf zum Gipfel verläuft. Auf diesem Weg wären bei den aktuellen Verhältnissen Schneeschuhe angebracht gewesen, aber diese lagen natürlich in der Unterkunft.

Direkt vor einem ist der Gipfelbereich mit dem Schutzhaus schon auszumachen. Vom „Grat“, welcher eigentlich nicht wirklich ein Grat ist, schlängelt sich ein schmaler Pfad mit dem schönen Namen Heimatsteig hinauf zum höchsten Punkt. Man folgt den Spuren im Schnee bergauf.

Nach etwas mehr als 3 Kilometer Strecke erreicht man die ehemalige Schutzhütte direkt auf dem Gipfel. Leider ist diese Schutzhütte nicht mehr in Gebrauch und ist einsturzgefährdet. Etwas unterhalb dieser Hütte finden sich noch weitere Ruinen von Militärbauten aus dem 1. Weltkrieg.

Die Fernsicht an diesem Tag ist atemberaubend und wenn es nicht zu kalt wäre, könnte man ewig verweilen. Der Anblick der Sextner Dolomiten ist sehr beeindruckend. Sogar die Drei Zinnen sind auszumachen und in der Ferne der Großvenediger und der Großglockner zu erkennen.

Nach dem noch ein Gipfelfoto am kleinen Kreuz unweit der Schutzhütte gemacht wurde, geht es auf demselben Weg wieder zurück zum Helmrestaurant um sich dort bei einem Radler und einem Kaiserschmarrn wieder zu stärken.

Tourinfo

Schwierigkeit

leicht

Streckenlänge

6,5 km

Dauer

2,5 Std

Aufstieg

398 m

Abstieg

396 m

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