Eine der schönsten Bergwanderungen in der Tiroler Zugspitz Arena führt über den Hohen Gang zum Seebensee und weiter zur Coburger Hütte. Von Ehrwald aus geht es in einen kleinen Kessel zwischen Sonnspitze und den beiden Tajaköpfen wo sich die traumhafte Bergkulisse in dem kristallklaren Gebirgssee spiegelt.

Ausgangspunkt der 16 Kilometer langen Wanderung ist der große Parkplatz an der Talstation der Ehrwalder Almbahn. Ehrwald ist eine 2600 Einwohner zählende Gemeinde im Bezirk Reutte in Tirol.

Zuerst geht es zu Fuß zurück zum Ortsrand von Ehrwald, bevor man zur linken Seite über den Gaisbach hinweg in einen Mischwald gelangt. Der langsam ansteigende Weg führt über zahlreiche Stufen und über Lichtungen, auf denen kleine Holzschuppen stehen.

Nach gut zwei Kilometern gelangt man an eine Weggabelung von wo aus man dem Weg zur rechten Seite zum Hohen Gang folgt. Allmählich wird der Weg immer steiler und man gewinnt schnell an Höhe.

Felsen prägen zunehmen das Bild und von einem kleinen Aussichtspunkt hat man einen spektakulären Blick auf das Zugspitzmassiv und den Ehrwalder Talkessel. Spätestens hier sollte einem klar werden das man sich auf einem alpinen Steig befindet und Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit zwingend erforderlich sind.

Der zum Teil mit Stahlseilen versicherte Steig verläuft in vielen Kehren weiter aufwärts und ab und an gilt es größere Stufen zu bewältigen. Auf einer Höhe von ca. 1660 Metern über N.N. endet der Steig und man erreicht einen flacheren Abschnitt auf dem der Bergwanderweg hinüber zum Seebensee führt.

Der rund 6,5 Hektar große Bergsee liegt atemberaubend schön umgeben von zahlreichen Gipfeln die fast alle die 2400 Meter Marke erreichen. Zur rechten Seite liegt die 2416 Meter hohe Sonnspitze. Auf der rechten Seite erheben sich Vorderer Tajakopf ( 2450 m ) und Hinterer Tajakopf ( 2407 m ) gen Himmel.

Blickt man über den azur- und türkisfarbenen Seebensee hinweg, prägt der 2303 Meter hohe Drachenkopf das Bild, an dessen Fuß die Coburger Hütte liegt. Dieser Anblick ist eine wahre Wonne und man kann sich gar nicht satt sehen.

Ein Wanderweg, welcher einmal um den See herum führt, lädt ein zum Schlendern und Verweilen. Man folgt der Beschilderung vorbei  am Seebensee in südlicher Richtung und mit jedem weiteren Meter ist der steile Anstieg zur Coburger Hütte immer besser erkennbar.

Bevor man die letzten ca. 250 Höhenmeter hinauf zur Hütte angeht, erreicht man eine Weggabelung von der aus man linksseitig zum Klettersteig Tajakante gelangt. Hat man den Sattel erreicht, auf dem die 1901 erbaute Coburger Hütte liegt, bietet sich erneut ein atemberaubenden Blick über den Seebensee hinweg hinüber zur Zugspitze.

Nach kurzer Stärkung in der Hütte des Deutschen Alpenvereins geht es wenige Meter hinab zum Drachensee, welcher nur unweit der Coburger Hütte liegt. Auf einem etwas steileren Wanderweg geht es wieder hinab zum Seebensee.

Da der Untergrund hier sehr lose ist, gilt es langsam abzusteigen und sich vorsichtig zu Bewegen. Wer es etwas sicherer mag, dem sei der selbe Weg vom Aufstieg empfohlen.

Hat man den Seebensee hinter sich gelassen folgt man dem Wanderweg entlang des Seebenbachs hinüber zur Seeben Alm. Die breite Schotterpiste wird im Sommer von vielen Wanderern zum Auf- und Abstieg genutzt und wer den Massen entfliehen mag, der sollte den weniger genutzten Waldpfad nutzen, welcher etwas oberhalb der Alm in den Wald abzweigt.

Über Stock und Stein und zahlreiche Wurzeln verläuft der schöne Wanderweg parallel zur breiten Fahrstraße. Unweit des kleinen Igelsees trifft man dann wieder auf den breiten Weg, auf dem man allerdings nur kurz verweilt.

Wenig später erreicht man eine große Weggabelung und folgt dem kleinen Wandersteig Koatiger Weg hinab zur Ehrwalder Alm. Von hier aus gelangt man dann auf befestigten Wegen hinab zum Ausgangspunkt an der Talstation der Ehrwalder Almbahn.

TOURINFOS:

  • Schwierigkeit: schwer

  • Streckenlänge: 16,1 km

  • Dauer: 7 Std

  • Aufstieg: 1020 m

  • Abstieg: 1017 m

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