Das Weissmies thront oberhalb von Saas-Grund und ist, auf der zum Saastal zugewandten Seite, vergletschert. Hinauf zum 4017 Meter hohen Gipfel führt der Normalweg, vom Hohsaas aus über den spaltenreichen Triftgletscher.

Der Name, des in den Waliser Alpen liegenden Gipfel, stammt wohl aus einem alten Dialekt und bedeutet so viel wie weißes Moos.   

Mit der Bergbahn geht es von Saas-Grund aus zuerst auf die Mittelstation Kreuzboden, von wo aus auch zahlreiche Wanderungen in das Gebiet starten. Nach kurzem Umsteigen geht es nochmal ca. 750 Höhenmeter mit der Gondel zur Bergstation Hohsaas.

Uschi und Jan zwischen Gletscherspalten
Blick auf das Lagginhorn
Abbruchzone am Gletscher

Hat man die Bergstation auf 3200 Metern über NN verlassen geht es vorbei am Hohsaas-Restaurant auf einer breiten Schotterpiste hinab zum Einstieg auf den Gletscher. Nach wenigen Gehminuten heißt es dann die Gletscherausrüstung anzulegen und sich direkt in die Seilschaft einzubinden.

Hoch über einem ragen die Eismassen empor und verbergen den Blick zum Weissmies-Gipfel. Über zahlreiche kleine und große Gletscherspalten gelangt man über die Spaltenzone hinweg zum steileren Anstieg. Dort sind zur frühen Morgenstunde schon zahlreiche Seilschaften auszumachen.

Allmählich wird das Gelände steiler und es geht hinauf zum großen Spaltenbruch unterhalb des Westgipfels. Im Zick-Zack folgt man der schmalen Spur bergauf und so langsam dringen auch die ersten Sonnenstrahlen in den Kessel vor.

Uschi im Steilen Anstieg
Eis- und Schneemassen
ein weiterer steiler Anstieg bevor es etwas flacher wird

Die Eismassen des Gletschers mit unzähligen Séracs bieten eine einmalige Kulisse und im Vergleich zum Allalinhorn merkt man den deutlich schwereren Anstieg. Hat man die steile Passage hinter sich gelassen, erreicht man einen flacheren Abschnitt bevor es auf einem steilen Firnhang hinauf zum Sattel zwischen Westgifpel und Weissmies geht.

Auf etwa 3800 Metern gelangt man linksseitig über den überwächteten Südwestgrat zum Gipfelhang, der auf den letzten 200 Höhenmetern wieder steil aufragt. Auf der Ost- und Südflanke des Gipfles prägen Felsflanken das Bild und die Hänge fallen steil bergab.

Nach knapp dreieinhalb Stunden steht man dann auf dem Gipfel wo mein ein Gipfelkreuz vergebens sucht. Dann muss halt der Eispickel als Gipfelpunkt herhalten.

Haushohe Spaltenbrüche
Blick ins Saas-Tal und die umgebenden VIertausender
Weissmies-Gipfel leicht in Wolken gehüllt

In gut zwei Stunden gelangt man auf gleichem Weg wieder zurück zum Bergstation Hohsaas. Aber zuerst sollte man die grandiose Sicht vom Weissmies genießen und sich für den Abstieg stärken.

Eine alternative Variante um den Weissmiesgipfel zu besteigen startet von der Almagellerhütte über den Zwischbergenpass und den Südgrat hinauf. Hierfür benötigt man etwa 4 bis 5 Stunden für den Aufsteig.

Vielen Dank an die „Bergsportschule Rhön“ für die Tourenplanung und Führung.

Firnhang am Sattel zwischen Westgifpel und Weissmies
Glücklich in voller Montur am Weissmies-Gipfel
Blick über die Eismassen des Triftgletschers hinab ins Tal

Tourinfo

Schwierigkeit

schwer

Streckenlänge

7,6 km

Dauer

6,5 Std

Aufstieg

930 m

Abstieg

923 m

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